Der Branchen-Event „Happy Brașov“

Ich betreibe die Website Rumaenien.reisen seit Jahren und bin noch nie dort gewesen. Doch ehrlicher Reisejournalismus lebt von persönlichen Eindrücken und verstaubte Blicke immer wieder zu hinterfragen. Für meine jüngste Reise nach Transsilvänien habe ich deshalb mit einer alten Tradition gebrochen: Statt wie sonst entschleunigt über den Landweg zu reisen, ging es diesmal in aller Frühe ins Flugzeug. Das Ziel: Das B2B- und Networking-Event Happy Brașov 2026.

Der Schienenweg behält für mich zwar unverändert seinen Reiz – das Bewusstsein für Distanz und die sich langsam verändernde Landschaft haben Klasse, die kein Flieger ersetzen kann. Und doch spart das Tempo der Flugreise viel Zeit, sorgt aber auch für Schlangen und bietet wenig Gelegenheit für Gespräche. 

Austausch auf Augenhöhe: 

Vom 20. bis 24. September 2026 versammelte sind in der Region Brașov ein internationales Publikum aus Journalisten, Content Creators und Tourismusstrategen. Im Zentrum standen keine oberflächlichen Werbeversprechen, sondern tiefgehende Gespräche.

Wie sichert man Unabhängigkeit und Qualität im modernen Reisejournalismus? Die Diskussionen verdeutlichten, wie wichtig das Engagement in Organisationen wie der FIJET (Fédération Internationale des Journalistes et Écrivains du Tourisme) ist, um Standards zu definieren und den Fachaustausch global zu vernetzen.

Die die integrierte Fachmesse bildete das unbestrittene Herzstück. Ein klarer Impuls für die Zukunft: Für noch intensivere Fachdiskussionen wäre bei künftigen Auflagen die Aufteilung in kleinere, thematisch fokussierte Arbeitsgruppen wünschenswert und mehr Zeit für Gespräch. 

Von Franken nach Siebenbürgen

Neben den touristischen Themen gab es für mich eine bemerkenswerte persönliche Note: Meine ehemalige Studienstadt Nürnberg pflegt eine offizielle Städtepartnerschaft mit Brașov. Vor Ort war deutlich spürbar, wie lebendig dieses Netzwerk gedacht wird. Es gibt eine direkte Flugverbindung.

Die historische Verbindung zwischen Franken und Siebenbürgen bietet immenses Potenzial für Kultur- und Tourismusprojekte. Um diesen Faden direkt weiterzuspinnen, führt mich der Weg im November 2026 nach Nürnberg, um im Rahmen  der Städtepartnerschaft konkrete Synergien auszuloten.

Neues Material für Rumaenien.reisen

Das Ergebnis der intensiven Tage ist ein umfassendes Inhalts-Update auf unserer Plattform. Um den lokalen Anbietern eine Bühne zu bieten, habe ich alle Leistungsträger eingeladen, ihr Informations- und Bildmaterial einzureichen. Diese Beiträge werden kostenfrei veröffentlicht, um Besuchern ein authentisches Bild der Region zu vermitteln.

Aufgrund der Fülle an Eindrücken wurde die Menüstruktur der Website bereits neu aufgebaut und erweitert; Beiträge zu Bran, Brasov, zum Dinopark, zur Pension Mama Cozonacilor und zum Resort Cheile Grädistei. Die Website zu Poiana Brasov habe aktualisiert.

Kritischer Blick nach vorn: Klimawandel und Ski-Resorts

Ein Schwerpunktthema der kommenden Monate wird die Zukunft der rumänischen Skigebiete wie Poiana Brașov sein. Der Klimawandel zwingt auch die Karpaten-Regionen zum Umdenken: Wie nachhaltig ist der Wintersport hier noch, und welche Ganzjahres-Konzepte müssen jetzt entwickelt werden?

Fazit

Happy Brașov 2026 hat gezeigt, wie viel Substanz und Herzblut im rumänischen Tourismus stecken. Es braucht Zeit, um diese Facetten abzubilden – der Grundstein ist gelegt, doch für die tiefe Recherche vor Ort wird bald die nächste, längere Reise folgen müssen.

weitere Infos:
Happy Brașov auf Rumaenien.reisen




Wie man Kunden zu „Extrem-Touristen“ erzieht


Ein Erfahrungsbericht aus der Premium-Kategorie „Zahlen Sie das Dreifache für ein extrem Buchungserlebnis“

Zwei Wochen vor meinem Krakau-Trip flatterte sie ins Postfach: Eine Mail von Booking.com. Die herzreißende Botschaft: „Sie können kostenlos stornieren!“ Wie rührend. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – zum Beispiel, dass mein Apartment auf dem Markt plötzlich das Dreifache wert war. Da mein Geld ohnehin schon im gierigen Schlund des Buchungsportals verschwunden war, lehnte ich dankend ab. Ich wollte ja schließlich den Kongress besuchen und nicht an der Hotelbörse spekulieren. Spoiler: Booking sah das anders.

Phase 1: Das interaktive Live-Escape-Game (Die Ankunft)

In Krakau angekommen, erwartete mich das beliebte Booking-Erlebnisspiel „Finde den Code für die Schlüsselbox“. Die Regeln dieses Spiels sind denkbar einfach: Es gab schlichtweg keinen Code, weder per Mail noch per SMS. Der Endgegner ist dabei der Vermieter selbst. Dieser befindet sich traditionell im Zustand der absoluten Nichterreichbarkeit – mutmaßlich auf einer einsamen Insel, die er von meinen Stornogebühren finanziert hat. Und der Gastgeber ist abgetaucht, also komme ich nicht ins Haus.

Phase 2: Der telefonische Endgegner (Der Support)

Nachdem ich die telefonische Support-Nummer – die Booking tiefer auf ihrer Website versteckt hat, als die Illuminaten ihre Geheimnisse – endlich gefunden hatte, durfte ich die meditative Ruhe einer ewigen Warteschleife geniessen. Beim ersten Anruf hiess es noch floskelhaft, ich möge bitte 30 Minuten warten. Ich wartete tapfer im Nirgendwo, während absolut nichts passierte. Vermutlich musste die KI im Hintergrund erst mühsam lernen, was das Wort „Kundenservice“ überhaupt bedeutet. Von Booking meldete sich niemand.

Beim zweiten Anruf meinerseits dann die scheinbare Rettung: Man bot mir Alternativen an. Und was für welche! Dreifacher Preis, denn die neuen Unterkünfte waren dreimal so teuer und eher schlechter. Der Clou dieses genialen Geschäftsmodells bestand darin, dass ich die Summe einfach mal kurz in Vorkasse gehen sollte. Booking würde mir das Geld dann irgendwann „später“ erstatten. Klar, bei jedem sitzt das dreifache Urlaubsbudget locker in der Portokasse. Um dann gleich nach Buchung einen neuen Vorschlag, doch bitte ausserhalb eine günstigere Unterkunft zu buchen.


Phase 3: Die Erleuchtung

Beim Ersatz-Apartment wiederholte sich fast das exakt gleiche Drama. Erst dank der barmherzigen Hilfe des Personals eines echten Nachbarhotels konnte die vermietende Organsiation schliesslich doch noch aufgetrieben werden. Auf meine fassungslose Frage, warum diese Absteige bitteschön das Dreifache koste, folgte die logische Offenbarung des Gastgebers: „Die Preise? Die gibt Booking so vor.“ Eben durch den Algorithmus, der auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist.

Ah! Was für ein Geniestreich! Ein absolut grandioses Win-Win-System: Der Vermieter kassiert Mondpreise, Booking streicht die fette Provision ein, und der Kunde? Der hat den Ruhepuls eines Kolibris, eine glühende Kreditkarte im Anschlag und den ultimativen Nervenkitzel gratis dazu.

Phase 4: Der Geist von Booking

Es bleibt nur das Hamsterrad der digitalen Nachrichten. Ebenso vergeblich ist es, das persönliche Gespräch mit Booking in der Schweiz zu suchen. Wer meint, beim Büro in Zürich eine Antwort zu bekommen, steht vor verschlossenen Türen, es brennt Licht – nur wird schlicht niemand reingelassen. Und die Krönung des Ganzen: Der offiziell genannte Pressekontakt, die Kommunikationsagentur PRfact, existiert an der angegebenen Adresse gar nicht mehr. Schriftliche Anfragen bleiben komplett unbeantwortet, und wer es telefonisch versucht, landet auf dem unpersönlichen Anrufbeantworter einer Mobiltelefonnummer. Ein digitaler Riese, der sich physisch und kommunikativ komplett verbarrikadiert und Betroffene im leeren Raum stehen lässt. Das ist Booking, wenn es einmal nicht richtig für die Kunden klappt, nur noch ein verwunschener Geist.

Hoch lebe das Monopol! Wer braucht schon Erholung, wenn er stattdessen echten Extrem Tourismus geboten bekommt? 🤮

#Booking #PremiumAbzocke #MonopolyImReallife #KundenserviceDesTodes #SchlüsselboxRoulette #Vorkassefüralle #Urlaubspiraten




Auf Entdeckungstour zwischen Schweiz und Italien

Wieder einmal die Website zur Lombardei aktualisieren! Ich habe die wunderbare Einladung zu einer exklusiven Pressereise erhalten, die mich zu einigen der schönsten Gewässer Europas führen wird. Unter dem Titel „Grenzüberschreitende Touren zwischen Lago Maggiore, Ortasee, Luganersee und Comer See“ erwartet mich eine faszinierende Reise, bei der die Verbindung der verschiedenen Regionen im Mittelpunkt steht.

Die Route verbindet das italienische Piemont und die Lombardei auf einzigartige Weise mit dem Schweizer Kanton Tessin. Was dieses Abenteuer so besonders macht, ist die Vielseitigkeit der Fortbewegung, denn wir werden diese traumhaften Seenlandschaften ganz aktiv mit dem Rad, dem Boot und der legendären Schmalspurbahn entdecken. Es geht mir darum, die wunderschönen Reiseziele per Video festzuhalten und viel mit den Menschen zu reden.

Ich freue mich riesig auf das Treffen mit anderen Journalisten und auf die vielen spannenden Gespräche, die in einer solchen Runde entstehen. Diese Begegnungen und neuen Perspektiven sind die beste Inspiration, um die aktualisierte Website mit lebendigen Geschichten zu füllen. Von den ruhigen Kulturstätten im Piemont über die malerischen Tessiner Täler bis hin zu den geschichtsträchtigen Ufern der Lombardei werde ich jede schöne Videos erstellen.

Gerne kann mich jeder gedanklich auf diesem Weg zu begleiten. Wer schon jetzt einen genauen Blick auf die geplante Route werfen möchte, findet das detaillierte und spannende Programm im beigefügten Dokument.




Von Vitalreisen zum WordCamp

Den Mai 2026 nutze ich für eine intensive Reise durch Osteuropa. Mein Hauptziel ist das WordCamp Europe in Krakau, doch auf dem Weg dorthin mache ich Halt in Hévíz und Albena, um mich dem Thema Vitalreisen zu widmen. Das Besondere daran: Ich bin ausschliesslich auf dem Landweg unterwegs und bevorzuge dabei den Schlafwagen. So reise ich völlig entspannt – und das Beste: Ein Schlafwagenzuschlag ist beispielsweise in Rumänien mit rund 20 Euro erstaunlich günstig.

Erster Stopp: Vitalreisen in Hévíz und Albena

Zuerst führte mich meine Reise nach Hévíz. Hier möchte ich wertvolle Eindrücke sammeln, um meine Website zu diesem Thema zu verbessern und in Zukunft vielleicht auch Reisen dorthin zu vermitteln. Das nächste Ziel ist Albena. Auch dort steht die Optimierung meiner Website Vitalreisen im Fokus, kombiniert mit einer eigenen Kur. Da mir meine Gesundheit sehr wichtig ist, lässt sich das Angenehme hier perfekt mit dem Nützlichen verbinden.

Über Bukarest und Budapest zum WordCamp nach Krakau

Schliesslich geht es via Bukarest und Budapest weiter nach Krakau. Dort findet das WordCamp Europe statt, und ich freue mich riesig auf den persönlichen Austausch. Hier schöpfe ich die Kraft und Inspiration für die vielen Websites, die ich verwalte. Besonders gespannt bin ich auf das Treffen mit den Machern von Multisites – ohne diese Technik wäre es mir schlicht unmöglich, all meine Webprojekte zu pflegen.

Der Rückweg über Nürnberg in die Schweiz

Mein Rückweg führte mich zunächst von Krakau mit dem Bus nach Nürnberg, wo ich Freunde treffe. Von dort aus geht es schliesslich mit dem Deutschland-Ticket zurück in die Schweiz.Es ist eine lange Reise mit intensiven Einblicken in ein Osteuropa, in dem es noch unglaublich viel zu entdecken gibt. Falls du Fragen zu meiner Route oder den Destinationen hast, stehe ich gerne für Auskünfte zur Verfügung!




Konzentration auf Natur mit 3D-Bogenschiessen

Statt immer auf eine Zielscheibe zu schiessen, bewegt man sich durch den Wald und visiert lebensnahe Tierattrappen aus Holz an, die Konzentration ist hoch. Jeder Schuss lässt den Alltag vergessen, während ein Klicken des Pfeils im Holz den Erfolg anzeigt.

Dabei wird grosserer Wert auf die Sicherheit und den Respekt vor der Umwelt gelegt. Wer noch keine Erfahrung hat, erhält an der Schießstation eine gründliche Einweisung in den Umgang mit Pfeil und Bogen und kann sich die nötige Ausrüstung direkt vor Ort leihen. Die wichtigste Regel dabei bleibt immer: Sorgsam mit dem Material umgehen und niemals auf Menschen oder echte Tiere zielen.

Der Weg führt über einen etwa 6 Kilometer langen Pfad tief in den Wald hinein. An zahlreichen Stationen sind die detailreichen Tierfiguren so platziert, dass sie sich harmonisch in die Umgebung einfügen und verschiedene Ideen skizzieren. Man wandert von Ziel zu Ziel, schätzt Distanzen ein und geniesst die Stille zwischen den Bäumen. Oft wird Bogenschießen als das „Golf der kleinen Leute“ bezeichnet, doch im Grunde ist es eine ganz eigene, bodenständige Alternative für alle, die Ruhe suchen und sich gerne im Freien bewegen.

Dass dieser Sport eine treue Fangemeinde hat, zeigen die über 300 Anlagen im deutschsprachigen Raum und die sportlichen Möglichkeiten, die bis hin zu Weltmeisterschaften reichen. Mich hat besonders beeindruckt, wie hier ein Raum geschaffen wurde, in dem sich Menschen begegnen und gemeinsam eine ehrliche Verbindung zur Natur ausleben. 

Die Anlage an der Henneburg ist zurecht gut besucht, denn sie vereint das sportliche Durchleben des Waldes mit einer tiefen inneren Zufriedenheit. Wer einmal richtig abschalten und seine Mitte finden möchte, sollte diesen besonderen Parcours unbedingt selbst erleben. Und die Henneburg bei Stadtprozelten mit seiner schönen Gaststätte ist der ideale Platz um ins Mittelalter und der Zeit der Bogenschützen einzutauchen.




Churfranken: Weine und Burgen

Es gibt Regionen, die man erleben muss: Churfranken, jener malerische Streifen Land am Mainviereck. Bevor die Region zu Bayern kam, stand sie lange unter dem Einfluss des Kurfürstentums Mainz – ein Erbe, das man heute noch in der Architektur, der Kultur und dem Namen spürt.

Unter dem Motto „Wein, Burgen und Lebensart“ durfte ich an einer Pressereise teilnehmen und tief in das Herz dieser Region eintauchen, die heute durch den Verein Churfranken e.V. nicht nur touristisch, sondern auch als Lebensraum für Fachkräfte leidenschaftlich beworben wird.

🍷 Biodynamik im Glas: Das Weingut Helch in Bürgstadt

Den Auftakt machte ein Besuch in Bürgstadt. Wer glaubt, Wein sei einfach nur Wein, hat noch nicht mit den Machern des Weinguts Helch gesprochen. Hier wird biodynamischer Weinbau als Methode und Philosophie gelebt. Die tiefe Verbindung zum Boden und der Respekt vor der Natur, die man in jedem Schluck der charakterstarken Rotweine schmeckt. Ein echtes Plädoyer für Nachhaltigkeit im Weinberg und ein wunderbarer Spaziergang am Rotweinweg. .

🏰 Steinerne Zeugen: Von Klingenbergs Ruinen zur Miltenburg

Die Dichte an Geschichte ist in Churfranken fast greifbar. Folgende Burgen sind fest in meinen Erinnerungen verwurzelt. Hoch über dem Main thront die Ruine Klingenburg und erzählt Geschichten von vergangenem Glanz und dem harten Leben im Mittelalter. Der Ausblick über das Maintal ist schlichtweg atemberaubend.

Direkt oberhalb der „Perle des Mains“, Miltenberg, gelegen, bietet sie einen tiefen Einblick in die strategische Bedeutung der Region über die Jahrhunderte hinweg. 

Aktiver die Henneburg bei Stadtprozelten. Dort wird Geschichte interaktiv: Mit dem Langbogen in der Hand und dem Blick auf die dicken Burgmauern fühlt man sich für einen Moment wie in eine andere Zeit versetzt. Es ist faszinierend, wie viel Konzentration und Kraft hinter diesem archaischen Sport steckt – ein perfektes Training für Körper und Geist inmitten historischer Kulisse.

🍺 Braukunst mit Tradition: Faust in Miltenberg

Kein Besuch in Miltenberg ohne das flüssige Gold. Die Brauhaus Faust (die ehemalige Löwenbräu) ist bekannt als Traditionsbrauerei im Herzen der Altstadt. Sie lässt die Biere reifen und hat viele Preise eingeheimst. Hier wurde der Beitrag zur regionalen Bierkultur noch einmal „nachgeschärft“:




Pressefreiheit im öffentlichen Raum

Ein Essay über das Spannungsfeld zwischen demokratischem Auftrag und staatlicher Gängelung.

Die Pressefreiheit ist kein abstraktes Privileg für Medienhäuser, sondern ein lebendiger Teil unserer Demokratie. Wenn ein Reisejournalist und Liedermacher durch das Land zieht, um Notizen zu machen, Fragen zu stellen und den Tag fotografisch festhält, dann ist das gelebte Meinungs- und Kunstfreiheit. Doch diese Freiheit gerät unter Druck – einerseits durch technologische Algorithmen und ethische Dilemmata, andererseits durch eine zunehmende physische Verdrängung aus dem öffentlichen Raum.

Recherche als Kern der Freiheit

Pressefreiheit beginnt nicht erst bei der Veröffentlichung, sie beginnt bei der Recherche. Der Schutz dieses Prozesses ist essenziell. Während bei der Veröffentlichung zu Recht auf Persönlichkeitsrechte und die Würde des Einzelnen – etwa bei Straßenmusikanten oder Flaschensammlern – geachtet werden muss, darf die Recherche selbst nicht unter Generalverdacht stehen. Wer die Welt dokumentieren will, muss sich im öffentlichen Raum frei bewegen können. Doch genau hier setzen die Hürden an: Wer heute Fragen stellt, die „ungern gesehen werden“, wird schnell als Störfaktor markiert.

Das Instrument der Wegweisung: Präventive Blindheit

Ein besonders alarmierendes Instrument in der Behinderung der Pressefreiheit ist die sogenannte 24-Stunden-Wegweisung. Sie fungiert wie eine „Sofort-Zensur“ vor Ort. Unter dem Vorwand der Gefahrenabwehr können Journalisten aus dem Geschehen entfernt werden, ohne dass ihnen ein wirksames sofortiges Rechtsmittel zur Verfügung steht.

Das Problem ist die Endgültigkeit: Ist der Journalist erst einmal für 24 Stunden vom Ort des Geschehens vertrieben, ist die Chance zur Dokumentation unwiederbringlich verloren. Selbst wenn ein Gericht später die Rechtswidrigkeit feststellt, bleibt die Öffentlichkeit blind. Diese Praxis schafft einen gefährlichen Präzedenzfall: Die Exekutive entscheidet im Moment der Recherche faktisch darüber, was gesehen werden darf und was nicht. Die Pressefreiheit wird so zu einem Recht unter Vorbehalt.

Zwischen Algorithmus und Behördenwillkür

Zusätzlich zur physischen Verdrängung tritt die digitale Gängelung. Wenn Plattformen wie YouTube oder TikTok über Algorithmen entscheiden, was urheberrechtlich zulässig ist, entzieht sich die Kontrolle dem menschlichen Urteil und dem demokratischen Diskurs. In dieser Zange aus technischer Filterung und behördlicher Gängelung leidet die Qualität der journalistischen Arbeit. 

Wenn Journalisten heute oft einen schlechten Ruf haben, liegt das auch daran, dass ihre Arbeitsbedingungen systematisch verschlechtert werden. Ein eingeschränkter Journalist kann kein wirksames Korrektiv mehr sein.

Die Würde als Richtschnur, die Freiheit als Fundament

Pressefreiheit bedeutet auch Verantwortung. Die Würde des Menschen ist unantastbar – das gilt für den Journalisten ebenso wie für sein Gegenüber. Doch diese Würde darf nicht von Behörden als Vorwand genutzt werden, um unliebsame Berichterstattung zu unterbinden. Echte Pressefreiheit hält die Reibung aus. Sie sucht das Gespräch und den Kompromiss, statt den öffentlichen Raum durch Verbote und Platzverweise zu sterilisieren.

Fazit

Wir müssen die Pressefreiheit als das verteidigen, was sie ist: Ein verfassungsrechtlich geschütztes Gut, das nur in extremen Ausnahmefällen eingeschränkt werden darf. Wenn Instrumente wie die 24-Stunden-Wegweisung zur Routine werden, verliert die Demokratie eines ihrer wichtigsten Standbeine. Wir brauchen einen öffentlichen Raum, der Recherche zulässt, statt sie zu behindern. Denn nur durch die freie Berichterstattung können gesellschaftliche Probleme sichtbar gemacht und im öffentlichen Diskurs gelöst werden. Die Freiheit des Wortes und des Bildes ist der Sauerstoff einer freien Gesellschaft – wir sollten darauf achten, dass ihr nicht die Luft ausgeht.




Marti Reisemesse lockt mit Reiselust

Sobald in Kallnach das Festzelt steht, und das riesige Busdepot leergeräumt wird, wissen die Betreiber von Busreisen (Carreisen): Es ist wieder Zeit für die Marti Reisemesse. Direkt am Bahnhof gelegen, verwandelt sich das Firmengelände des traditionsreichen Busunternehmens in einen Treffpunkt für Weltenbummler und Kurzentschlossene.

Feststimmung im Depot

Fortan gehört das Busdepot den Besuchern mit Essen, Trinken und Musik. Die Stimmung ist gelöst. Es fühlt sich eher nach einem Familienfest als nach einer Verkaufsveranstaltung an. Während im Depot gefeiert wird, herrscht im Verwaltungsgebäude konzentrierte Aufmerksamkeit: In zahlreichen Vorträgen präsentieren Experten die Highlights der kommenden Saison.

Ein Signal an die Messe-Landschaft

Die Marti Reisemesse füllt eine spürbare Lücke. Denn in der Schweiz fehlt derzeit eine umfangreiche und informative Busmesse. Es wird gemunkelt, eine solche Messe in Bern – statt der klassischen Ferienmesse im eventuellen November – habe eine Zukunft. Denn der Erfolg in Kallnach zeigt, dass die Menschen den direkten Kontakt suchen.

Trotz heiterer Laune wird auch Tacheles geredet. Ein gewichtiges Thema für alle Veranstalter ist der Personalmangel. Drei Messen hintereinander gehen deshalb einfach nicht. Beindruckend ist der Einsatz des Marti-Teams: Die Mitarbeitenden gestalten die Messe mit spürbarem Herzblut und Engagement.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Marti geht konsequent eigene Wege. Das Unternehmen kauft direkt ein. Die Strategie folgt dem Gebot der individuellen Souveränität. Dies bedingt einen fairen Umgang mit sämtlichen Akteuren. Nur so bleibt die Reisequalität langfristig gewahrt.

Bei einem Rundgang mit Blick auf die Messe-Trends zeigte sich folgende Herausforderung im Gespräch über Franzensbad: Die Kurorte zeigen zu wenig Eigeninitiative.
Dabei ist der gesundheitliche Nutzen von Orten wie Franzensbad unbestritten.

Marti fährt sehr oft die Terme Abona an. Nachfolgend sein Angebot dafür:
Wohlbefinden in Italien mit Marti

Wettbewerb und Vorfreude

Wer nicht nur träumen, sondern auch gewinnen möchte, versucht sein Glück am Marti-Wettbewerb. Doch die meisten Besucher verlassen das Gelände ohnehin als Gewinner: Inspiriert von der prima Stimmung wird oft direkt vor Ort gebucht. Schliesslich ist die Vorfreude auf die nächste Reise die schönste Freude. Und was mir am besten gefallen hat, ist das lebendige Bilingue. In Kallnach sind Französisch und Deutsch gleichberechtigt vertreten.





„Fast Tourism“ zerstört unsere Märchen

Ein Plädoyer für die Langsamkeit von Stephan Zurfluh, Reisejournalist aus Baden, Schweiz. 

St. Magdalena im Villnösstal. Ein Kirchturm, saftige Wiesen, im Hintergrund die bleichen Spitzen der Geisler-Gruppe. Ein Bild wie gemalt: Und genau das ist sein Verhängnis. Ein aktueller Bericht der dpa zeigt das ganze Ausmaß der Kapitulation: Ein idyllisches Bergdorf wird zur blossen Kulisse für Instagram degradiert. Die Einheimischen ziehen Zäune, während die Welt für ein Selfie über ihren Lebensraum herfällt.

Konsum-Vampirismus im Tourismus

Wir müssen das Kind beim Namen nennen: Der moderne Massentourismus hat sich zu einer Form von Extraktions-Vandalismus entwickelt. Es sind die Kreuzfahrt-Riesen, die tausende Tagestouristen in fragile Ökosysteme ausspucken, und die straff organisierten Reisegruppen aus Übersee, die Europa in zehn Tagen „erledigen“ wollen.

Das Problem ist nicht nur die Menge, sondern die Mentalität. Es ist ein Null-Euro-Tourismus: Man kommt, man besetzt den Raum, man blockiert die Sicht, man schießt das Foto, worauf man wieder verschwindet, ohne auch nur einen Cent in der lokalen Wirtschaft zu lassen oder ohne ein Wort mit einem Einheimischen zu wechseln. Das Mittagessen wartet auf dem Schiff oder im Bus, geschlafen wird in der anonymen Bettenburg am Autobahnkreuz. Zurück bleibt nichts als Müll, Abgaswolken und genervte Bewohner.

Das Ende des Märchens

Auf meinem Portal Märchenreisen schreibe ich über jene Orte, die das Herz berühren. Orte, die eine Seele besitzen. Doch immer öfter merke ich, wie der „Fast Tourism“ das zerstört, was er zu suchen vorgibt. Er ist die „Fast-Fashion“ des Reisens: billig produziert, rücksichtslos konsumiert und nach dem Upload bei Instagram bereits wertlos.

Ein Märchen lässt sich nicht im Vorbeigehen erleben. Man kann die Magie eines Ortes wie St. Magdalena nicht „besitzen“, indem man sie digital konserviert, während man mit dem Rücken zum Berg steht. Siegt diese Art Rücksichtslosigkeit der Linse über den Respekt vor Privatsphäre, stirbt die Gastfreundschaft. Wo nur noch konsumiert wird, zieht sich das echte Leben zurück. Was bleibt, ist ein Disneyland. Doch ein Ort mit Seele und Verweildauer ist keine Attraktion, sondern ein Lebensraum. 

Eine Einladung zur Langsamkeit

Als Defluencer lege ich den Finger in diese Wunde. Aber ich möchte auch eine Tür öffnen. Reisen ist kein Wettlauf, kein Wettbewerb um die meisten Likes oder die abgearbeitete Bucket-List, sondern viel mehr die Einladung, Tourismus als wertvolle Auszeit ohne Hektik und ein Einlassen auf neue Eindrücke. 

Reisen bedeutet Gast-Sein. Ich möchte dazu ermutigen, die Langsamkeit zu suchen. Wer ein Dorf wirklich erleben möchte, sollte dort verweilen. Setzt Euch in das lokale Café, kauft beim Bäcker im Dorf ein und übernachtet in der familiengeführten Pension. Schenkt dem Ort Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Ein echtes Märchen offenbart sich, indem die Zeit dabei unbedeutend wird. Ein Ankommen erleichtert vielleicht das DeutschlandTicket. Es benötigt Zeit, den Marktplatz zu beobachten und in einer Gaststätte einzukehren. Vielleicht kann so auch ein echtes Gespräch mit Einheimischen gelingen – aber nur so. Ein lokales Schmankerl wird erst so zur authentischen Sinnesfreude. Gastfreundschaft ist keine Einbahnstraße; sie braucht aber ein Gegenüber, das bereit ist, Gast zu sein, statt nur Konsument.

Fazit: Tourismus spüren statt abarbeiten

Die Zukunft des Tourismus wird reglementierter sein, und sie muss es sein, um Orte wie St. Magdalena zu retten. Doch wir haben es selbst in der Hand. Lasst uns aufhören, Orte zu „verbrauchen“, und lasst uns wieder Reisende werden, die Spuren der Sympathie hinterlassen statt Datenmüll auf fernen Servern.

Die schönsten Geschichten berühren und finden Eingang ins eigene Herz. Sie werden nicht viral, sondern reflektieren Erlebnisse mit Mitmenschen.




Touristischer Auftakt am Erfurter Gate

Lädt der Flughafen Erfurt-Weimar erst einmal zum „Touristischen Jahresauftakt“ ein, so wird das Event zum persönlichen Branchentreff in familiärer Atmosphäre. Dies setzt einen Motivationsschub für das neue Reisejahr und ein klares Bekenntnis zum regionalen Flughafen Erfurt. Ich war dabei und genoss die besondere Stimmung in der Ankunftshalle mit viel Freude.

Ein Empfang mit Wertschätzung

Schon vor dem offiziellen Start spürte man das Engagement der Organisatoren. Vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn wurden bei Kaffee und Kuchen Reiseveranstalter und Dienstleister zu einem entspannten Briefing begrüßt. Diese Wertschätzung zog sich durch den gesamten Abend: Die Expedienten wurden mit einem Glas Sekt empfangen und erhielten direkt eine edle Tasche für alle wichtigen Unterlagen und Kataloge.

Marktplatz der Möglichkeiten

Im Terminal herrschte reges Treiben. Zahlreiche Aussteller hatten ihre Roll-ups und Tische bezogen, um die neuesten Produkte für die Saison 2026 vorzustellen. Dabei ging es nicht nur um nackte Zahlen, sondern vor allem um den persönlichen Austausch ohne Zeitdruck. Die Veranstalter verschenkten schöne kreative Werbegeschenke und vielfältige Reiseideen. 

Besonders im Gedächtnis geblieben ist der starke Auftritt der neuen Fluggesellschaft LEAV, die frischen Wind in die Flugpläne trägt. Auch die bulgarische Delegation mit Albena präsentierte sich hervorragend und weckte Appetit auf den Sommer am Schwarzen Meer.

Networking und viele Preise im Abflugterminal

Nach der Messe war vor dem Genuss: Ein feines Essen bot den perfekten Rahmen für einen gemütlichen Austausch unter Kollegen. Den krönenden Ausklang bildeten die Präsentationen und Verlosungen direkt im Abflugterminal. Die Spannung war greifbar, als die Reiseveranstalter ihre hochwertigen Preise unter den engagierten Touristiker verlosten.

Mein Fazit

Der Touristische Auftakt in Erfurt ist eine Veranstaltung mit enorm viel Herzblut und Engagement. Es geht dort darum, die Reisebüros zu motivieren und ihnen den Rücken zu stärken, damit sie mit Überzeugung Flüge „ab der Haustür“ verkaufen.

Ich kann jedem Reisebüromitarbeiter in der Region nur ans Herz legen: Macht euch auf den Weg zum Flughafen Erfurt! Die Mischung aus Fachinfos, Networking und purer Leidenschaft für den Tourismus ist absolut lohnenswert.