In einer Zeit, in der Konflikte, Krisen und Misstrauen Schlagzeilen bestimmen, sucht die Initiative Peaceland nach Wegen, wie das Reisen den Frieden fördern kann. Der Schweizer Liedermacher und Reisejournalist Stephan Zurfluh startet mit Peaceland eine Idee, die Kunst, Begegnung und gesellschaftliche Verantwortung verbindet. Dabei sucht er zahlreiche Mitmacher aus Politik und Gesellschaft.
Reisen als Brücke
Während die ITB in Berlin stattfindet, soll Peaceland mit Konzerten, Kunstwerken und Gesprächsformaten zeigen, dass Begegnung politische Diplomatie weiterentwickelt. Ein Beispiel dafür ist ein Vorschlag an die Botschaft von Georgien, eine gemeinsame Pressekonferenz mit Unterstützung aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien zu organisieren. Damit kann ein Zeichen des Dialogs während der Tourismuskonferenz gesetzt werden.
Was bedeutet Peaceland?
Peaceland ist kein Ort auf der Landkarte. Es ist eine Idee, vielleicht sogar eine Haltung. Frieden versteht sich hier als Raum, in dem sich Menschen begegnen, zuhören und Unterschiede nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung erfahren, um sie umfassend zu ergründen und tiefer zu verstehen. Peaceland fragt: Wie kann man reisen, ohne nur Konsument zu sein? Kann Tourismus ein Beitrag zu Dialog und Verständigung werden? Und wie sieht ein Land aus, das Frieden nicht nur verwaltet, sondern lebt?

Die Schweiz als Friedensland
Die Schweiz trägt viele Merkmale eines gelebten Friedensmodells in sich: Subsidiarität, Mehrsprachigkeit und Föderalismus. Diese Strukturen machen sie zu einem Land, das Vielfalt integriert. Die Menschen sind frei und nehmen auf Minderheiten Rücksicht, und das Land hat sich aus kriegerischen Handlungen herausgehalten. Die Menschen gehen hinsichtlich dessen respektvoll miteinander um.
In diesem Sinn verkörpert die Schweiz auf stille Weise, was Peaceland ausdrücken möchte. Frieden beginnt mit kleinen Gesten, alltäglichem Respekt, der Hilfe im Alltag, der Bereitschaft, lokal Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen zu wagen.
Doch die Schweiz ist auch ein Land des Wohlstands. Und dieser Wohlstand ist ambivalent. Er schafft Sicherheit, Bildung und kulturelle Freiheit, was alles Frieden begünstigen kann. Aber er fordert auch Verantwortung. Peaceland erinnert daran, dass Frieden mehr ist als die Abwesenheit von Krieg: Er ist die Fähigkeit, Neutralität zu leben und Reichtum zu teilen. Alle Menschen haben ein Recht auf ein gutes Leben; der Tourismus kann dies unterstützen.



Schreibe einen Kommentar