Reisezeit

Der widerspenstige Journalist

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Eine Kleinstadt zeigt Ihre Macht, es ist wirklich so passiert und ich verarbeitete es mit Ironie. Selbstverständlich habe ich mich bei den Verantwortlichen beschwert. Doch ich bezweifle, ob dies etwas nützt. Dennoch habe ich die Chance genutzt und viele Inhalte beigesteuert.
Beitrag zur Frankentherme
Café Utopia in Bad Windsheim
Exkurs Nea Taler
Kritik Nea Mobil
Freilandmuseum Bad Windsheim
Bad Windsheim
Landesgartenschau 2027

Als ich in Bad Windsheim angekommen bin, habe ich ein Gespräch mit dem 3. Bürgermeister gehabt, ich habe das Gefühl eines netten Aufenthalts gehabt und eine E-Mail an die Tourismusstelle gerichtet:

Als Reisejournalismus porträtiere ich Bad Windsheim. Es sollte besser werden, wie Bad Staffelstein, ich nehme mir mehr Zeit.
baeder.reisen/bad-staffelstein

Die Therme als Sole möchte ich auf Salzreisen porträtieren, da gerne ein Besuch, gerne auch ein Gespräch organisieren, auch hier strebe ich Verbesserungen an. 
salz.reisen/bad-duerrheim/

Zudem will ich den Beitrag auf der Aischgruender Bierstrasse verbessern, dazu gerne ins Freilichtmuseum. Freitagabend treffe ich mich mit einem Kutschfahrer bei der Brauerei Döbler.
bier.reisen/aischgruender-bierstrasse

Schlussendlich noch gerne die Vorbereitung zur Landesgartenschau, auch das interessiert mich, vielleicht schaffe ich 2027, Ingolstadt konnte ich seinerzeit nicht besuchen
blumen.reisen/ingolstadt/

Die Beiträge auf den gut katalogisieren Themensein reiche ich mit vielen Links an, zudem bin ich aktiv in der Schweizer Reisebranche und arbeite für die European News Agency. Ich komme morgen vormittag vorbei und danke Ihnen für Ihre Unterstützung.

Das Gegenteil ist eingetreten, kleinliche Seldwyla Politik, keinerlei Dialog, ich jeweils den Verantwortlichen per E-Mail geschrieben und bezweifle, dass ich eine Antwort bekomme. Jedoch ist es mir wichtig, diese Erkundungsreise als Negativbeispiel für die „Unterstützung“ zu dokumentieren.

13. Juli 2025

Was für ein Finale! Der letzte Tag in Bad Windsheim war – wie soll ich sagen – ein krönender Abschluss. Nicht im Sinne feierlicher Ehrung, sondern eher wie eine sibirische Verbannung zu den Wirkungsstätten von Georg Wilhelm Steller.

Mein Hotel hatte ich höflich angesprochen, ob ich vielleicht mit Wikivoyage helfen könnte – einer Plattform, auf die auch Künstliche Intelligenz gerne zurückgreift. Die Antwort: „Sie erfüllen nicht unsere Qualitätsstandards.“ Was so viel heißt wie: „Wir tun nichts.“ Denn in Wikivoyage ist aktuell keine einzige Unterkunft in Bad Windsheim gelistet. Vielleicht ist das ja das Glaube: Nichtstun – dann macht man nichts falsch!

Bei der Therme zückte ich meinen Presseausweis, freundlich gefragt: Gibt es heute ein Interview? Kann ich die Therme erleben? Antwort: „Sie kommen hier gar nicht rein. Antrag Ihres Arbeitgebers fehlt. Ich: „Ich bin mein eigener Arbeitgeber.“ Sie: „Sorry. Pech gehabt. – begleitet von einem strengen süffisanten Lächeln. Wäre schön gewesen, wenn man mir das vorher mitgeteilt hätte. Immerhin hatte ich zwei Tage zuvor angefragt. Antwort? Funkstille.

Eine Einladung, gegen Eintritt hereinzukommen? Wurde nicht mal versucht. Den Eintritt habe ich im Freilandmuseum beidseitig widerwillig entrichtet. Heute nicht – mein Geld war mir zu schade.

Und so verlasse ich Bad Windsheim mit einem Gefühl…  Ein gutes? Ja – denn so viele intrigante Unverschämtheiten auf einmal erlebt man selten. Ablehnung in Hochform – ein Abenteuertraining für Tourismus in Franken.

12. Juli 2025

Nachdem ich gestern bereits Zeuge fränkischer Gastlichkeit der besonderen Art wurde, war ich heute gespannt, ob es vielleicht doch noch ein kleines Fenster der Einsicht gibt. Stattdessen: Presseeintritt? Heute nicht. Warum? Keine Antwort. Rücksprache mit jemandem? Fehlanzeige. Ich solle nach 16 Uhr wiederkommen, da sei dann der Leiter da. So geht Dialog also in Bad Windsheim – bitte mehrmals betteln. 

Das Schauspiel wurde noch bereichert durch Diskussionen, weil ich vor der Türe ein  Sixpack Bier fotografierte und den Zutritt zu den Schließfächern. Garniert mit einer beiläufigen Drohung: „Wir holen die Polizei.“ Die hätte ich übrigens gerne begrüßt – Wiedersehen macht Freude.

Dass meine Arbeit für Bierreisen, auf der Ihr schönes Museum seit Langem verlinkt ist und Besucher bringt, keine Relevanz hat, passt ins Bild: Es geht nicht um Kultur oder Vermittlung, sondern – pardon – nur ums Geld. Und warum auch Reisejournalisten empfangen? Sie haben doch professionelle Bilder auf Ihrer Website – da braucht es keine echten Geschichten mehr, keine Berichte, keine persönlichen Eindrücke, das könnte ja Ihnen Geld kosten. Eine Haltung, die ich aus China kenne. 

Derweil habe ich mich mit den wenigen Gästen am Morgen unterhalten – sehr nette Menschen, wie übrigens die meisten Bürger hier. Die Angestellten waren leider zu sehr mit Vorbereitungen beschäftigt, um sich mit Fragen aufzuhalten. Kommunikation? Offenbar auch nicht eingeplant.

Mein Fazit: Bad Windsheim glänzt durch kreative Blockadehaltung und erstaunliches Desinteresse an konstruktiven Vorschlägen. Vielleicht badet man lieber weiter im Sud aus Geldgier und Selbstzufriedenheit – da ist es offenbar gemütlicher.

Ach ja, mein Lied über den Franken werde ich wohl überarbeiten müssen. Wer mag, kann ja mal reinhören: zurfluh.de/franken – es war einmal wohlwollender gemeint.

Grüsse aus dem fränkischen Bermuda-Dreieck der Pressefreiheit, mal schauen, was morgen passiert. 

11. Juli 2025

Der 3. Bürgermeister hat entschieden: Es gibt keine Unterstützung – tja, das überrascht mich jetzt … nicht wirklich … überall Hexen im Tourismus?

Alle 40 Tourismusinformationen, deren Orte ich bereisen wollte, habe ich höflich um Unterstützung gebeten. Ergebnis: Funkstille. Absolute Funkstille. Und wenn ich dann doch mal nachgehakt habe, war’s, nun ja, vergebliche Liebesmüh.

Gestern hatte ich nach dem Gespräch mit Ihren 3. Bürgermeister in Bad Windsheim und seinen Gesellen gedacht, bei Ihnen sei man zumindest „anständig“. Aber nach meinem Besuch bei der KKT wurde ich eines Besseren belehrt – indem mir prompt eine Polizeistreife hinterhergeschickt wurde. 

Mein „Verbrechen“? Ich habe ein paar Prospekte und Weinflaschen fotografiert. Ihre Mitarbeiterin meinte, ich hätte sie fotografiert. Ein kurzes Nachfragen hätte gereicht. Stattdessen wurde offenbar lieber der Streifenwagen losgeschickt, der grossspurig auf der Strasse parken musste, danke für die Aufmerksamkeit. 

Reisejournalismus und Kultur scheint man in Bayern eher zu fürchten als zu fördern. Hauptsache, im Tourismus werden große Töne gespuckt und noch größere Summen bewegt – für erstaunlich wenig greifbares Engagement.

Ich bin gespannt, wie man bei der heutigen Kreistagssitzung mit meinen Fragen umgeht – falls man sich überhaupt erinnert, warum ich da bin. Die Themen habe ich der Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit genannt, Aischgründer Bierstrasse, Nea Taler und Nea Mobil.

Mein Angebot bleibt jedenfalls bestehen – wie auch in Marktredwitz: ein Kulturschock in Afrika, damit man hier lernt, was echte Initiative bedeutet. Denn die meisten Mitarbeiterinnen im bayerischen Tourismus sind meiner Meinung nach „Hexen“.

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